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Die Arbeitsbedingungen in der IT-Industrie galten lange Zeit als gut. Die physischen Belastungen sind im Vergleich zur traditionellen Industrie gering. Die Arbeit bietet vergleichsweise hohe Freiheitsgrade in der Umsetzung. Die überwiegend hochqualifizierten Beschäftigten treiben relativ viel Sport und ernähren sich gut. Diese positive Grundsituation wurde in den letzten Jahren jedoch mehr und mehr aufgezehrt. Umfrageergebnisse belegen, dass die Belastungssituation in der IT-Branche deutlich schlechter empfunden wird als in anderen Wirtschaftszweigen. Zum ganzen Artikel

Dem kann ich als Betroffener nur zustimmen. Aber nicht nur die Verfügbarkeitserwartung ist sehr hoch und belastet. Ein anderer Faktor ist der Informations-Overkill. Die Anzahl der Nachrichtenquellen hat sich in den letzten Jahren vervielfacht. Auch die Frequenz der Nachrichten und die sehr rasche Entwicklung der verschiedenen IT Branchen tragen dazu bei. Wenn man wie ich, in mehreren IT Bereichen tätig ist (Technik, Administration,Entwicklung,Online Marketing,…) hat man es mit einer nicht mehr zu schaffenden Informationsflut zu tun. Natürlich will man nichts verpassen und die Informationsströme nehmen immer weiter zu und nehmen immer mehr Zeit in anspruch. Zeit die man dann für andere Dinge der täglichen Arbeit nicht mehr über hat. Entweder man arbeitet dann noch mehr oder schafft seine Arbeit nicht mehr wie gewohnt, was wieder zu Stress führt. Problematisch sind auch die Echtzeitmeldungen von Twitter & Co. Diese kann man kaum zu bestimmten Zeiten abarbeiten, was sinvoll wäre, da einfach zu viele Informationen eintreffen um sie zu bestimmten, festen Zeiten zu lesen.

Habe mir die letzten Tage viele Gedanken dazu gemacht, wie die Informationsströme besser und einfacher zu handlen sind. Ich sehe für mich nur eine Lösung: Jemand muss die Informationen für mich sammeln und mir die wichtigsten Meldungen weitergeben. Die Frage ist, geht dies automatisch oder muss man auf menschliche Resourcen zurück greifen. Ich hätte nichts gegen eine menschliche „Nachrichten“-Sekretärin – nur befürchte ich, die könnte noch mehr Stress verursachen. Die wichtigsten Informationen findet man auch zwischen den Zeilen, wer soll die für mich finden?

Habe hier noch einen netten Kommentar zu Scrum gefunden:
Scrum – und der Burn-out ist vorprogrammiert
CryptoSam (311 Beiträge seit 31.05.05)

Der derzeit in Managementkreisen (noch?) hochgelobte Scrum-Prozess
fördert geradezu das Burn-Out Syndrom. So heissen die Zyklen, in
denen in diesem Prozess gearbeitet wird „Sprints“.
Zum ganzen Kommentar

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