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Wie der Spiegel heute berichtet, verfehlte Google seine Gewinnerwartung. Google verdiente im zweiten Quartal fast zwei Milliarden Dollar. Dennoch fiel die Aktie des weltgrößten Suchmaschinenbetreibers im nachbörslichen Handel.

Der Umsatz lag bei 6,82 Milliarden Dollar, wie Google am Donnerstag mitteilte – ebenfalls ein Zuwachs von 24 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Aktienkurs des Unternehmens sank nach Veröffentlichung der Zahlen um 4,1 Prozent auf 473,64 Dollar.

„Nun geht es wieder deutlich aufwärts. Mehr als die Hälfte seines Geschäfts macht der Suchmaschinen-Primus dabei außerhalb der Heimat.“

Ich glaube nicht, dass es für Google weiter aufwärts geht. Die AdWords Anzeigen, bringen aufgrund der steigenden Zahl der Werbetreibenden und der dadurch entstehenden Mitbewerberdichte, kein vernünftiges ROI mehr. Dies gilt zumindest auf Conversion ausgelegte Kampagnen. Zudem kommt es immer häufiger vor, dass wichtige Keywörter, aufgrund von Markenrecht gesperrt werden. Leider gibt Google nicht bekannt, wer das Markenrecht besitzt, so dass man nur im dunklen fischen kann. Das umgehen der gesperrten Keywords ist nicht nur ineffektiv, sondern auch verdammt teuer, da der Qualitätsfaktor in den Keller geht. Wer einmal Anzeigen bzw. Keys mit einem Qualitätsfaktor von 3/10 oder gar 2/10 hatte, weiß wovon ich rede.

Das Google System kann nur vernünftig laufen, wenn Anzeigenkunden und Werbeplätze, für ein Key nicht überlaufen ist, dies ist aber bei wichtigen und lukrativen Keywords oft nicht mehr der Fall. Wenn ich für ein Klick fast zwei Euro bezahlen muss und nur ca. 1% der Clicks Conversions bringen, stimmt Preis/ Leistung nicht mehr. Das ganze ist natürlich abhängig von der Marge des verkauften Produkts. Wenn ich pro Conversion einen Umsatz von 20 Euro ansetze, bei 30% Gewinnerwartung, kann sich jeder ausrechnen wie sinnvoll Adwords bei Conversion Kampagnen ist. Um so wichtiger ist das „Halten“ der Neukunden, nur so, können nachhaltig Gewinne erzielt werden. Wie schwer das halten eines Kunden ist, bei einem Markt bei dem es nur um den Preis geht, kann sich jeder vorstellen.

Viele Firmen gehen dazu über SEO zu betreiben, besser als teure Anzeigen zu bezahlen. Aber SEO ist je nach Keywords auch nicht billig. Einige wandern zu Alternative wie etwa Yahoo, MSN oder zu ein der vielen Affiliates ab, je nach Zielgruppe und Standort. Dies „Alternativen“ erreichen, einzeln genommen, zwar nicht an die Reichweite von Google aber man kann so noch ein vernünftiges ROI erzielen. Die ist sicher noch nicht in allen Märkten und Zielgruppen der Fall aber dies wird sich bald ändern – versprochen!

2 Rückmeldungen zu “Von Googles Gewinnerwartungen und Adwords – SEO/ SEM”

  1. Olaf

    Sehe ich ein bisschen anders. Bei Adwords geht es ja nicht nur einfach um Geld rein und hinten kommt mehr geld raus. Es ist ja kein reines Auktionssystem. Ich denke diejenigen die am professionellsten ihre Adwords Kampagnen optimieren werden sich durchsetzen und weiterhin einen guten ROI einfahren. Bei den rechtliche geschützten Keywords gebe ich dir recht. Aber ich denke da wird sich Google was einfallen lassen. Versprochen ;-)

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  2. admin

    Wenn bei einer Kampagne die wichtigsten Produkt Key nicht mehr verwendbar sind, kann man keine anständige Kampagne mehr fahren. Sicher gibt es dann andere Wege die Anzeigen gut zu optimieren. Wenn man über 15.000 Keywörter mit über 1000 Anzeigen Versionen hat (weltweit, mehrsprachig) kann man sich vorstellen, wie viel Zeit dann nötig ist um die kompletten Kampagnen umzustellen.

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