Veröffentlicht von & unter Allgemeines, Netzkultur.

Zitat aus dem Heise Artikel:

Es sei die Tatsache nicht wegzudiskutieren, dass bei fast allen Amokläufen in Deutschland der Amokläufer im Besitz von Killerspielen war, schrieb Hermann weiter. „Wir wollen keine Gesellschaft, in der Gewalt zur Selbstverständlichkeit wird.“ Auf die auf Abgeordnetenwatch gestellte Frage, inwiefern die Ausbildung von Wehrpflichtigen zum Töten im Gegensatz zum simulierten Töten in Videospielen mit dem Wertekonsens in Deutschland vereinbar sei, ging der Innnenminister nicht ein.

Wenn wir eine gewaltfreie Gesellschaft werden wollen, haben wir noch ein verdammt langen Weg vor uns. Steht im Grundgesetzt das wir ein Recht auf eine gewaltfreie Gesellschaft haben? Natürlich müssen wir für eine gewaltfreie Gesellschaft noch viel weiter gehen als nur die „Killer Spiele“ verbieten. Hier ein paar Punkte:

Räuber und Gendarm, Cowboy und Indianer Spiele – gehören verboten!
Waffen- und Kriegsspielzeug – gehören verboten!
Bild- und Filmmaterial über Kriege – gehören verboten!
Frauen und die Kirche haben die meisten Kriege ausgelöst – diese Beiden gehören verboten!
Berichterstattungen über Kriege, Anschläge – gehören verboten!
Gewaltverherlichende Filme, Bildmaterial – gehören verboten!
Öffentliche Fußballspiele – gehören verboten!

Ist doch so, wie bei den Mißbrauchsopfern und der geplanten Internetzensur – immer schön wegschauen, denn was nicht zu sehen ist, gibt es auch nicht. Verstehen die Politiker nicht, das Amokläufe meist ein Resultat aus Angst, Hass und Ablehnung der Gesellschaft ist. Diesen Gefühlscocktail bringt kein Spiel der Welt zusammen – es ist die Gesellschaft die kränkelt. Zu sagen alle Amokläufer haben auch Killerspiele gespielt und da steckt das Übel, ist sehr kurzsichtig und dumm. Fast jeder männliche PC Besitzer hat ein Ego Shoter auf dem PC und dies nicht um Gewalt aufzubauen, sondern eher um Agressionen abzubauen und natürlich den Spaß am Spiel. Früher haben wir mit Darts auf Bilder unserer „Feinde“ geworfen, heute reagiert man sich halt anders ab. In unserer globalisierten Gesellschaft würde es auch gar nicht reichen, in Deutschland ein Verbot auszusprechen, dies müsste schon weltweit passieren. Ansonsten kann man bei einem tatsächlichen Verbot davon ausgehen, dass sich die User die Spiele ausserhalb von Deutschland besorgen. In diesem Fall haben wir erfolgreich eine Menge PC Besitzer kriminalisiert und die werden dann auch sicher verfolgt und bekommen harte Strafen, Herr Hermann? Die ganze Regulierungswut und Dummaussagen von Politikern, die so weltfremd sind, wie Plastik-Zwerge in Papua Neuguinea, artet mir langsam zu weit aus. Politiker sind dafür da, unsere Gesellschaft zu führen und nicht zu verreglementieren. In einer zufriedenen Gesellschaft gibt es weniger Gewalt und dafür braucht mann kein Sozial-Wissenschaftler zu sein. Sorgt für mehr Kindergartenplätze, vernünftige Schulen und eine überarbeitung des längst veralteten Schulsystems. Beschäftigt unsere Jugend sinnvoll und gebt ihnen eine Gesellschaftliche-Aufgabe, in der unsere Jugend wieder Werte schätzen zu lernen. Sorgt dafür dass nicht zwei Eltern Teile den ganzen Tag arbeiten müssen um gerade so über die Runden zu kommen. Zu dem sollte man sich an einen wichtigen Grundsatz halten: „Verbiete nur etwas, was du auch überprüfen und kontrollieren kannst“.

Trackbacks/Pingbacks

  1.  Blogpost: Joachim Hermann: Kil… | Warho.com Blogs

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.