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Im ersten Anlauf wurden über 200 Berliner Vierbeiner mit Transpondern ausgestattet

Seit Anfang dieses Jahres müssen alle Berliner Hunde mit einem Mikrochip (Transponder) ausgestattet sein. Dessen eindeutige Identifikationsnummer hilft beispielsweise TASSO, das Tier bei Verlust zurück zu vermitteln. Vorausgesetzt natürlich, der Hund wurde bei der Tierschutzorganisation registriert. Somit eine durchaus begrüßenswerte Initiative des Gesetzgebers. Während die Registrierung in der TASSO-Datenbank und die Rückvermittlung kostenlos erfolgen, gibt es den Chip aber nur gegen Geld. 30 bis 40 Euro sind für den Chip und das Einsetzen beim Tierarzt einzukalkulieren – für Menschen am Rand oder sogar unter dem Existenzminimum ist das oft zu viel.

„Gerade in Berlin leben Tausende in Armut“, berichtet Claudia Hollm von der Tiertafel Deutschland e.V. Der Verein unterstützt bedürftige Tierhalten mit kostenloser artgerechter Ernährung und Pflege ihrer Vierbeiner. „Das Chippen der Hunde können sich diese Menschen einfach nicht leisten – und kommen somit automatisch mit dem Gesetz in Konflikt.“

Als „Erste Hilfe“ hat nun TASSO – zusammen mit ehrenamtlichen Helfern des mobilen Tierarztdienstes „Smartvet“ und des „International Fund for Animal Welfare“ (IFAW) – in Berlin die erste Chip-Aktion gestartet. Mehr als 200 Hunde wurden tierärztlich untersucht, erhielten einen Transponder und die Registrierung bei TASSO. Das alles ohne Kosten für die Tierhalter. 300 weitere Tiere sollen demnächst in Rathenow, Potsdam und Hamburg mit einem Mikrochip ausgestattet werden. „Eine tolle Aktion“, freut sich Claudia Hollm. Und für TASSO-Chef Philip McCreight hat sich wieder einmal gezeigt, dass Tierschutz eine Gemeinschaftsaufgabe sein muss: „Das Ganze ist deutlich mehr als die Summe der Teile“, sagt er. „Wenn jeder das einbringt, was er am besten kann, ergibt dies ein unschlagbares Ergebnis – zum Wohl von Mensch und Tier.“

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